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Forschungsbericht]

Nicht invasive Micro-RNA-basierte Urin-Brustkrebs-Diagnostik (Mammacheck)

Projektbeschreibung:
Als häufigste maligne Erkrankung der Frau kommt dem Brustkrebs mit 69.200 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland eine besondere Bedeutung zu. Im Laufe ihres Lebens erkrankt jede achte Frau an Brustkrebs. Besonders hervorzuheben ist dabei die große Anzahl jüngerer Frauen, denn drei von zehn Betroffenen sind jünger als 55 Jahre. Das Mammakarzinom stellt mit 17.000 Todesfällen pro Jahr die häufigste Todesursache unter den Krebserkrankungen dar. Nicht-invasive Biomarker haben als Werkzeug neuartiger klinischer Diagnosemöglichkeiten bei der Brustkrebs-Detektion ein hohes Potential. Biomarker wie MicroRNAs können aus einer nativen Urinprobe gewonnen und relativ quantifiziert werden. Über charakteristische Änderungen in deren Expressionsprofil lässt sich die Brustkrebserkrankung anzeigen. Nach diesem Verfahren detektiert der neuartige Brustkrebs-Diagnostiktest „Mammacheck“ altersunabhängig und mit höchster Aussagekraft. Ziel des Projekts ist es, einen auf micro-RNA (miRNA) basierenden Test Mammacheck aus der klinischen Forschung in ein kommerzialisierbares Produkt für die nicht-invasive Brustkrebsdiagnostik zu überführen. Es soll die Lücke zwischen der Forschungsphase und einer kommerziellen Verwertung des Mammacheck-Tests überbrücken. Ein Teil der geplanten Arbeiten besteht daher in der Validierung des Testverfahrens an einer größeren Patientenpopulation von ca. 1500 Probandinnen im Rahmen einer klinischen Diagnosestudie. Ein weiterer Teil der Arbeiten widmet sich der Automatisierung des Diagnoseverfahrens. Ziel ist es, eine automatisierte Analyse in Zentren für Labormedizin zu etablieren. Für einen besseren Markteintritt und Verwertung sind im Anschluss an das Projekt Arbeiten zur Standardisierung, Qualitätssicherung und Zertifizierung geplant.

Weitere Informationen: http://www.bmbf.de/de/urintest-erkennt-brustkrebs-12836.html
Ansprechpartner: Sabrina Kartmann
Tel: +49 761 203-73287
Email: sabrina.kartmann@imtek.uni-freiburg.de
Projektlaufzeit:
Projektbeginn: 01.10.2020
Projektende: 30.09.2023
Projektleitung:
Sabrina Kartmann (Prof. Dr. R. Zengerle)

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Kooperationspartner
PD Dr. Thalia Erbes (Projektleitung, Koordination, Klinik für Frauenheilkunde der Universität Freiburg
Finanzierung:

  • BMBF – Validierungsförderung VIP+, BMBF

Schlagworte:

    Bioanalytik, bioanalysis, Mikrodosierung, microdosing, Analytik & Diagnostik, analytics & diagnostics, Automatisierungstechnik & Verfahrenstechnik, automation & process engineering

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