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Forschungsbericht]

BMBF Verbundprojekt - SORTIE: Sensor Systems for Localization of Trapped Victims in Collapsed Infrastructure (FKZ: 13N15189)

Projektbeschreibung:
SORTIE - Sensor Systems for Localization of Trapped Victims in Collapsed Infrastructure Das primäre Forschungsziel von SORTIE ist es, die Detektion verschütteter Personen hinsichtlich Sensitivität, Zuverlässigkeit, Geschwindigkeit und Sicherheit für die Rettungskräfte über den aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik hinaus zu verbessern. Hierzu wird die Erforschung, Implementierung und Evaluation eines technischen Systems verfolgt, welches die Such- und Rettungsprozesse hinsichtlich ihrer Effektivität verbessern und folglich die schweren Folgen eines Katastrophenszenarios lindern kann. Die Anforderungen erhöhter Sensitivität und Zuverlässigkeit sind notwendig, um Überlebende schneller und mit höherer Wahrscheinlichkeit aufzufinden – auch dann, wenn sich die Personen in tieferen Trümmerschichten befinden. Dies soll durch ein neuartiges Sensorsystem erlaubt werden, welches existierende Technologien eines Bioradars, einer Lokalisierung von Mobiltelefonen, von Gassensoren sowie 3D-Scannern über den Stand der Technik hinaus individuell verbessert und schließlich in einer Einheit zusammenfasst. Um die Geschwindigkeit der Detektion zu erhöhen, soll das Sensorsystem in einem unbemannten Luftfahrzeug (eng. Unmanned Aerial Vehicle, UAV) mit Fähigkeit zur autonomen Erkundung integriert werden. Dieses soll unter Verwendung neuster Erkenntnisse aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) die Einsatzstelle kartieren und nach Verschütteten absuchen, Bewegungen, Start- und Landevorgänge erfolgen hierbei nach Bedarf selbstständig. Die nahtlose Kombination von Multi-Sensor-System und intelligentem UAV wird es den Einsatzkräften ermöglichen, die Katastrophensituation schnell zu erfassen, um den Rettungsprozess ohne Verzögerung einzuleiten. Der Einsatz des technischen Systems erlaubt es ferner, eine Erkundung ohne direktes Betreten der Trümmer vorzunehmen und somit Gefahren durch Einsturz und austretende Gase zu vermeiden.

Ansprechpartner: Burgard W
Email: burgard@informatik.uni-freiburg.de
Projektlaufzeit:
Projektbeginn: 2020
Projektende: 2022
Projektleitung:
Burgard W, Reindl L.M., Valada A.

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

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