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Zukunftsfähig durch Regionsbildung? Strukturelle und kulturelle Aspekte der grenzüberschreitenden interkommunalen Kooperation in der Europa-Region „Bodensee“

Projektbeschreibung:
Die Bodenseeregion zeichnet sich zwar durch eine hohe regionale Identität, wirtschaftliche Leistungskraft sowie gemeinsame Herausforderungen in zentralen Politikfeldern aus, wird aber noch von kooperationshemmenden nationalen und administrativen Grenzen durchschnitten. Dies soll vor dem Hintergrund der sich intensivierenden Debatte um europäische Regionsbildung im Rahmen einer empirischen Studie analysiert werden. Im Fokus des Projektes stehen Fragen nach der Kooperationskultur von Führungskräften und politisch-administrativen Entscheidungsträgern, den Auswirkungen dieser Kultur und der etablierten Verwaltungs- und Wirtschaftsstrukturen auf Entscheidungen in relevanten Politikfeldern. Methodisch wird auf unterschiedliche, den Fragestellungen angemessene, empirische Erhebungsinstrumente zurückgegriffen, d.h. Dokumentenanalysen, schriftliche und mündliche Befragungen von Führungskräften sowie fallstudienorientierte Entscheidungsanalysen zu bestimmten Politikfeldern. Im Ergebnis wird das Projekt daher ein „Kataster“ der etablierten Kooperationsbeziehungen – unterstützt durch ausgewählte Fallstudien zu Entscheidungsprozessen in relevanten Politikfeldern – vorlegen können. Diese strukturellen und prozessualen Grundlagen der regionalen Governance im Bodensee-Raum werden durch eine Erhebung kultureller Einstellungsmuster von politisch-administrativen Führungskräften(Führungskräftebefragung) wesentlich ergänzt. Aus dieser Bestandsaufnahme können – im Vergleich zu anderen Euregios – Handlungsempfehlungen – eingedenk der Chancen,aber auch der bestehenden Hürden – für die Entwicklung künftiger Kooperationsbeziehungen entwickelt werden. Durch eigene „Feedback-Runden“ und Transferveranstaltungen mit Praxisvertretern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft sollen gegenseitige Lernprozesse auf dem Weg zur strukturellen und kulturellen Regionsbildung im internationalen Bodensee-Raum angeregt werden.

Ansprechpartner: Dr. rer pol Jörg Röber
Tel: (07541) 6009 1423
Email: joerg.roeber[at]zu.de
Projektlaufzeit:
Projektbeginn: 2010
Projektende: 2012
Projektleitung:
Prof. Dr. Eckhard Schröter, Dr. rer pol Jörg Röber

Zeppelin University Friedrichshafen

Projektbearbeitung
Dr. rer pol Jörg Röber
Finanzierung:

  • Wüstenrot Stiftung

Projektbezogene Publikationen:

  • Röber, Jörg: Zukunftsfähig durch Regionsbildung? Institutionenbildung in politisch-administrativen Verflechtungsräumen, Opladen, Barbara Budrich, 2015 (download: http://www.budrich-verlag.de/upload/files/artikel/00001134_010.pdf?SID=8fdcd22bc0a0fe145cca86ff11a92c23) .
  • Berberich, André Remy, Röber, Jörg: Demokratiedefizite europäischer Grenzregionen. Legitimation und Partizipation in transnationalen Räumen, in: Stephan A. Jansen / Eckhard Schröter / Nico Stehr (Hrsg.): Bürger. Macht. Staat? Neue Formen gesellschaftlicher Teilhabe, Teilnahme und Arbeitsteilung, Wiesbaden, Springer VS, 2012: 125-148 (ZU | Schriften der Zeppelin Universität zwischen Wirtschaft, Kultur und Politik).
  • Röber, Jörg: "Der See vereint, der See trennt". Politische und administrative Kooperationsbeziehungen in der Bodenseeregion, in: Stephan A. Jansen / Nico Stehr / Eckhard Schröter (Hrsg.): Positive Distanz? Multidisziplinäre Annäherungen an den wahren Abstand und das Abstandwahren in Theorie und Praxis, Wiesbaden, Springer VS, 2012: 311-339 (ZU | Schriften der Zeppelin Universität zwischen Wirtschaft, Kultur und Politik).

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