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Forschungsbericht]

Die Auseinandersetzung der lateinischen Kirche des Westens mit dem Islam während des Basler Konzils (1431-1449) unter besonderer Berücksichtigung von Johannes von Ragusa (gest. 1443). Erschließung und Deutung neuer Quellen auf dem Hintergrund des Konzilsgeschehens und des Selbstverständnisses des Konzils (Das Projekt ist zum 1. Februar 2017 an die Universität Koblenz-Landau verlegt worden.)

Projektbeschreibung:
Während des Basler Konzils (1431-1449) trafen sich die führenden Köpfe der Kirche des Westens. Nach dem Fall Konstantinopels (1453) und damit nur wenige Jahre nach dem Ende des Konzils setzten sich dieselben Männer intensiv mit dem Islam nicht nur als politischer, sondern auch theologischer Herausforderung auseinander. Dies ist schon vielfach untersucht worden. Die Vorarbeiten und Diskussionen hierzu angesichts des drohenden Endes des Byzantinischen Reiches während des Basler Konzils, die ihre schnelle Reaktion erst ermöglicht haben, wurden dagegen bisher nie systematisch erforscht noch die Quellenlage eingehend geprüft. Dabei gibt es zum Beispiel vom stellvertretenden Konzilspräsidenten Johannes von Ragusa (gest. 1443) reiches Material in Form von Briefen, Handschriften, Marginalien und sogar eines Traktates De Machumeto et Sarracenis, und für viele der nach 1453 entstandenen Werke läßt sich ebenfalls zeigen, daß sich ihre Autoren schon in den beiden Jahrzehnten davor mit dem Islam beschäftigten. Das Projekt will die Auseinandersetzung mit dem Islam während und auf dem Basler Konzil systematisch darstellen und dafür ausgehend von den entsprechenden Werken des Johannes von Ragusa neue Quellen edieren und erschließen. Über die rein historische Problemstellung hinaus wird auch die systematische Frage verfolgt, inwieweit die theologische Konzeption des Konzils die Auseinandersetzung mit dem Islam prägte, eine mit Blick auf das II. Vatikanische Konzil (1962-1965) und seine Bedeutung für den Dialog der Religionen auch heute noch relevante Fragestellung.

Ansprechpartner: PD Dr. Ulli Roth
Email: Ulli.Roth@t-online.de
Projektlaufzeit:
Projektbeginn: 01.10.2015
Projektende: 31.01.2017
Projektleitung:
PD Dr. Ulli Roth

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Institut für Systematische Theologie II
Forschungsstelle für Quellenkunde der Theologie des Mittelalters
Platz der Universität 3
79098 Freiburg

Telefon: +49 ( 0)761 / 203 - 20 84
Email: Viola.Tenge-Wolf@theol.uni-freiburg.de
http://www.theol.uni-freiburg.de/disciplinae/dqtm

Mitarbeiter:
  • Dr. des. Jacob Langeloh
  • Dennis Pulina (bis 30.06.2016)
  • Juliane Hauser
Finanzierung:

  • Deutsche Forschunggemeinschaft, DFG

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