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Forschungsbericht]

Gefährdungspotential durch wild abfließendes Wasser

Projektbeschreibung:
In den letzten Jahren wurde an der Professur für Hydrologie das Modell DROGen (Distributed RunOff Generation) entwickelt, ein unkalibriertes Niederschlags-Abflussmodell dass basierend auf den Geoinformation in Baden-Württemberg die Abflussbildung und Konzentration flächendetailliert vorhersagt und darauf aufbauen die Hochwassergefährdung im Gerinne und auf der Landoberfläche prognostiziert. Das Modell wurde bereits für einige Gebiete und Ereignisse validiert. Trotz sehr vielversprechender Ergebnisse hat sich gezeigt, dass das Modell DROGen für eine breite Anwendung zur Bestimmung des Gefährdungspotentials von wild abfließendem Wasser und als Grundlage für das geplante kommunale Starkregenmanagement noch weiter entwickelt werden sollte. Dazu soll das Modell insbesondere für konvektive Starkregenereignisse und in weiteren Gebieten validiert werden. Außerdem ist eine Weiterentwicklung des Modells notwendig um es benutzerfreundlicher zu machen sowie weitere Prozesse zu implementieren. Im Rahmen des Projektes werden im Wesentlichen fünf Aufgaben angegangen: 1 Weiterentwicklung des Modells DROGen durch Implementierung von Schrumpfungsrissen in tonigen Böden und deren Relevanz auf die Infiltration. Vergleich der Modellergebnisse mit experimentellen Daten. 2. Weitere Validierung des Modells DROGen in 14 EZG in Baden-Württemberg für insgesamt 20 Starkniederschlagsereignisperioden. Dabei liegt der Fokus auf gut dokumentierten Ereignissen mit Schadenspotential. Die räumliche Information von Schäden sollen dabei für einige ausgewählte Gebiete und Kommunen verwendet werden um die modellierte räumliche Ausdehnung von wild abfließendem Wasser zu verifizieren. 3. Weiterentwicklung und Verifizierung des an der Professur für Hydrologie entwickelten Verfahrens zur Verbesserung der zeitlichen Informationen der Niederschlagsradardaten (RADALON) durch ein zeit-räumliches Interpolationsverfahren. 4. Um das Modell DROGen auch weiteren Nutzern verfügbar zu machen, insbesondere im Rahmen des kommunalen Starkregenmanagements, wird das Modell auf eine geeignete Softwareplattform übertragen und eine Benutzeroberfläche entwickelt. 5. Abschließende Verifizierung der Niederschlagsvorhersage des DWD für die Hochwasservorhersage auf systematische Fehler in bestimmten Regionen und Jahreszeiten mit Fokus auf Starkniederschläge und der Signifikanz der Abweichungen.

Ansprechpartner: Steinbrich A
Tel: +49(0)761 203 3539
Email: andreas.steinbrich@hydrology.uni-freiburg.de
Projektlaufzeit:
Projektbeginn: 01.02.2013
Projektende: 31.12.2014
Projektleitung:
Weiler M

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Professur für Hydrologie

Fahnenbergplatz
79098 Freiburg i. Br.

Telefon: +49(0)761-203-3530
Fax: +49(0)761-203-3594
Email: hydrology@hydrology.uni-freiburg.de
http://www.hydro.uni-freiburg.de

Mitarbeiter:
  • Steinbrich A
Finanzierung:

  • LUBW Karlsruhe, Land

Schlagworte:

    Abflussbildungsprozesse / Hochwasser / wild abfließendes Wasser / Niederschlagradar / Starkniederschläge / Niederschlag-Abfluss-Modell Abflussbildungsprozesse, Hochwasser, wild abfließendes Wasser, Niederschlagradar, Starkniederschläge, Niederschlag-Abfluss-Modell

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