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Forschungsbericht]

Das hydrologisch-hydrometeorologische Extremjahr 2011

Projektbeschreibung:
Das Jahr 2011 war von einer Reihe hydrologischen und meteorologischen Extremen dominiert: ein nahezu bundesweites Hochwasser im Januar 2011 in Folge ergiebiger Schneefälle im Dez. 2010, sowie zwei Niedrigwasserperioden im Frühjahr 2011 und im Herbst 2011 in Folge anhaltender Trockenheit. Um diese Ereignisse in die Diskussion der Klimaveränderung und Klimafolgenforschung einbinden zu können, und ggf. Langfristentwicklungen und ihre möglichen Ursachen zu identifizieren, bedarf es einer detaillierten Aufarbeitung der Ereignisse für die Bundesrepublik Deutschland. In diesem Projekt werden die Ursachen und hydrometeorologische Zusammenhänge analysiert und erklärt, die Ereignisse entsprechend bewertet und statistisch eingeordnet. Der Fokus liegt dabei vor allem auf den großen Flüssen (Bundeswasserstraßen) und Flusseinzugsgebieten. Im Detail beinhaltet das Projekt folgende Inhalte: 1) Beschreibung und (statistische) Einordung der hydrometeorologischen Gegebenheiten in Bezug zur Entstehung der hydrologischen Extremereignisse und Vergleich mit den Ursachen anderer extremer Ereignisse im letzten Jahrzehnten zudem Betrachtung der ganzheitlichen Entwicklung über das gesamte Jahr 2011 einschließlich der Vorbedingungen in vorausgehenden Monaten, 2) statistische Einordnung der Abflüsse für die Eintrittswahrscheinlichkeiten verschiedener hydrologischer Niedrig- und Hochwasserkennwerte und zudem über die Jahresstatistik hinausgehende Analyse saisonaler Anomalien auch mittels der Betrachtung täglicher und wöchentlicher Quantile insbesondere zum besseren Verständnis der Entwicklung der Niedrigwasserperioden, 3) detaillierte Ursachenanalyse und Prozessbeschreibung der Ereignisse im Einzelnen sowie in der Jahresentwicklung mit ihrem gegenseitigen Einfluss aufeinander, wobei der Fokus auf Wasserbilanz und Speicheränderungen liegt, 4) Langfristentwicklung und Trenduntersuchung der Abflüsse und der Extremereignisse.

Ansprechpartner: Weiler, Prof. Dr. Markus
Tel: +49(0)761 203 3535
Email: markus.weiler@hydrology.uni-freiburg.de
Projektlaufzeit:
Projektbeginn: 05.05.2012
Projektende: 31.12.2012
Projektleitung:
Weiler M, Stahl K
Stellvertretung: Kohn I
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Professur für Hydrologie

Fahnenbergplatz
79098 Freiburg i. Br.

Telefon: +49(0)761-203-3530
Fax: +49(0)761-203-3594
Email: hydrology@hydrology.uni-freiburg.de
http://www.hydro.uni-freiburg.de

Mitarbeiter:
  • Kohn I
  • Freudiger D
  • Rosin K
Finanzierung:

  • Bundesanstalt für Gewässerkunde BfG, Bund

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