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 Forschungsbericht für das Jahr 2022

Wissenschaftliche Projekte und Forschungsvorhaben


  • Dichtetrends: Produzieren schneller wachsende Bäume auch mehr Biomasse?
      Projektbeschreibung:
      Gemessen an der Holzproduktion hat die Produktivität vieler Waldstandorte in Europa in den vergangenen Jahrzehnten zugenommen. Zahlreiche Befunde belegen für verschiedene Baumarten, Standorte und Regionen ein gesteigertes Volumenwachstum der Waldbestände im Vergleich zu früher. Für die Nadelhölzer ist bekannt, dass breitere Jahrringe im Mittel eine geringere mittlere Holzdichte aufweisen. So stellt sich die Frage, ob die erhöhte Volumenproduktion gleichbedeutend ist mit einer Erhöhung der Biomasseproduktion, oder ob sich die produzierte Biomasse lediglich auf ein größeres Holzvolumen verteilt. In dem Forschungsvorhaben wollen wir aufklären, ob sich die Dichte der Jahrringe unter Berücksichtigung des gesteigerten Wachstums langfristig verändert hat. Dazu untersuchen wir anhand von Stammscheiben verschieden alter Bäume der Baumarten Fichte (Picea abies) und Buche (Fagus sylvatica) die Zusammenhänge zwischen der Jahrringdichte, der Jahrringbreite, dem Baumalter, dem Kambialalter und dem Kalenderjahr. Das Untersuchungsmaterial stammt sowohl von großräumigen Wachstumserhebungen als auch von experimentellen Düngungs-Versuchsflächen. Die Holzdichte der Jahrringe wird mit dem Verfahren der Hoch-Frequenz-Densitometrie (HF-Densitometrie) ermittelt. Die Frage nach trendhaften Veränderungen der Holzdichte und Biomasseproduktion ist relevant für die Abschätzung der Kohlenstoffbindung der Wälder und auch für die Beurteilung der Qualitätseigenschaften des produzierten Holzes.

      Ansprechpartner: Dr. Hans-Peter Kahle
      Tel: +49 761 203-3739
      Email: Hans-Peter.Kahle@iww.uni-freiburg.de
      Projektlaufzeit:
      Projektbeginn: 2011
      Projektende: (unbegrenzt)
      Projektleitung:
      Dr. Hans-Peter Kahle, Prof. Dr. Dr. h.c. Heinrich Spiecker, Dr. Martin Schinker, Clemens Koch

      Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
      Aktueller Forschungsbericht