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Forschungsbericht]

Schutz der Wälder unter internationaler Klima- und Biodiversitätspolitik

Projektbeschreibung:
Die Entwicklung von Anreizsystemen zur Vermeidung von Emissionen aus Entwaldung und Degradierung in Entwicklungsländern (REDD+) ist zentrales Thema im aktuellen Verhandlungsprozess der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) für ein post-Kyoto Abkommen. REDD+ sieht vor, dass Gelder aus Industrieländern für die Emissionsvermeidung aus Degradierung und Abholzung tropischer Wälder eingesetzt werden. Durch den REDD+ Mechanismus könnten sich Synergien zwischen den Klimaschutzzielen der UNFCCC und den Bestrebungen zum Schutz von Biodiversität der Konvention über die biologische Vielfalt (CBD) ergeben. Das Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, eine Kooperation zwischen dem Institut für Landespflege und dem Institut für Forst- und Umweltpolitik der Universität Freiburg, untersucht, wie diese Synergien zwischen Klima- und Biodiversitätszielen gefördert werden können. Dies geschieht durch die Analyse der aktuellen UNFCCC- und CBD-Verhandlungsprozesse, Expertenbefragungen und Fallstudien. Ebenfalls wurde im April 2010 ein internationaler Expertenworkshop zum Thema in Freiburg ausgerichtet. Das am Institut für Landespflege angesiedelte Teilprojekt erforscht, wie der Erhalt von Waldbiodiversität unter REDD+ berücksichtigt werden kann, insbesondere welche Methoden sich zur erforderlichen Beobachtung und Überprüfung der Einflüsse von REDD+ Maßnahmen auf die Waldbiodiversität in tropischen Ländern eignen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass auf verschiedenen Ebenen (lokal, national, international) unterschiedliche Anforderungen an Kriterien, Indikatoren und Methoden zur Erfassung von Waldbiodiversität gestellt werden. Das Teilprojekt führte eine erste Fallstudie in Peru durch, bei der Entscheidungsträger, welche auf verschiedenen institutionellen Ebenen im Bereich Naturschutz, im Entwicklungsprozess der nationalen REDD+ Strategie sowie in der Umsetzung von REDD+ Pilotprojekten tätig sind, befragt wurden. Erste Projektergebnisse wurden als Strategiepapier veröffentlicht und über Vorträge und den Austausch mit den Auftraggebern (BfN/BMU) in die laufenden Verhandlungsprozesse eingespeist.

Weitere Informationen: http://www.landespflege-freiburg.de/forschung/redd.html
Ansprechpartner: Dr. Christine Schmitt
Tel: 0761- 203 3630
Email: christine.schmitt@landespflege.uni-freiburg.de
Projektlaufzeit:
Projektbeginn: 01.10.2009
Projektende: 31.01.2013
Projektleitung:
Dr. Christine Schmitt, Steffen Entenmann

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Kooperationspartner
Institut für Forst- und Umweltpolitik (IFP), Universität Freiburg
Finanzierung:

  • Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundes ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicher heit (BMU)

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