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Forschungsbericht]

Nutzungsdynamik bei Schwarzspechthöhlen in Buchenwaldgesellschaften

Projektbeschreibung:
Bislang ist unklar, mittels welcher Schutzstrategien sich Buchenwaldökosysteme effektiv und langfristig in Europa erhalten lassen. Unser Forschungsvorhaben nutzt die bei der Besetzung von Schwarzspechthöhlen ablaufenden Mechanismen, um ökosystemare Zusammenhänge innerhalb von Buchenwäldern näher zu beleuchten. Buchenwälder spielen im Zusammenhang mit Bemühungen zum Erhalt der Biodiversität europäischer Waldlebensräumen eine wichtige Rolle. Bislang ist nicht abschließend geklärt, welche Strategien sich für den Schutz dieser Waldökosysteme besonders eignen. Entscheidungen darüber, ob Schutzstrategien und Nutzungskonzepte eher segregativ angelegt oder auf integrative Vorgehensweisen ausgerichtet sein sollten, setzen detaillierte Einblicke in die ökologischen Abläufe innerhalb von Buchenwäldern voraus. Am Beispiel des Schwarzspechts (Dryocopus martius) und weiterer Tierarten, die Schwarzspechthöhlen nutzen, untersucht das vorliegende Forschungsvorhaben räumliche und zeitliche Faktoren, die innerhalb von Buchenwaldgesellschaften wirken. Konkret wird das Höhlenangebot und die Nutzung der Höhlen durch den Schwarzspecht sowie die Verfügbarkeit der Höhlen für Sekundärbewohner, wie beispielsweise die Hohltaube (Columba oenas), untersucht. Es deutet sich an, dass die Konkurrenz um Höhlen u.a. durch die spezifischen Eigenschaften der jeweiligen Baumhöhlen beeinflusst wird. Die sich im Lauf ändernde Beschaffenheit der Höhlen wirkt sich auf die Höhlenverfügbarkeit für die verschiedenen Nutzer jeweils unterschiedlich aus. Wir untersuchen, inwieweit sich aus diesem Prozess möglichst konkrete Prüfgrößen und darauf aufbauende Konzepte für den Erhalt der Biodiversität in Buchenwaldgesellschaften ableiten lassen.

Ansprechpartner: Dr. Thomas Kaphegyi
Tel: 0761/203-3643
Email: Thomas.kaphegyi@landespflege.uni-freiburg.de
Projektlaufzeit:
Projektbeginn: 2008
Projektende: 2012
Projektleitung:
Dr. Thomas Kaphegyi, Dr. Rudolf Lühl

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Kooperationspartner
Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz (FAWF)
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