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Forschungsbericht]

Bewertung von Schutzbestrebungen für große Beutegreifer durch betroffene Bevölkerungsgruppen am Beispiel des Luchses

Projektbeschreibung:
Seit einigen Jahren gibt es in Baden-Württemberg immer wieder Hinweise auf die Anwesenheit des Luchses (Lynx lynx), einer nach nationalem wie internationalem Recht geschützten Tierart. Dies stellt die Gesellschaft vor eine neue Herausforderung: während Naturschutzverbände und Luchsbefürworter das Tier als Bereicherung der Artenvielfalt betrachten und die gezielte Ansiedlung von Luchsen fordern, um die Etablierung einer Population zu unterstützen, lehnen betroffene Landwirte und Jäger aus Sorge vor Nachteilen und Einschränkungen derartige Maßnahmen ab. Baden-Württemberg ist kein Einzelfall für diese Art von Konflikten. Die Erfahrungen benachbarter mitteleuropäischer Staaten zeigen, dass Konflikte um große Beutegreifer deren langfristiges Überleben in Frage stellen. Ziel des Projektes ist es einen Beitrag zum Verständnis der Konflikte um große Beutegreifer zu leisten, indem die Sichtweisen und Einstellungen der Betroffenen in Bezug auf das Thema Luchs untersucht werden. Dafür werden Gruppendiskussionen mit Jägern und Landwirten in verschiedenen Regionen Baden-Württembergs durchgeführt und unter konflikttheoretischen Gesichtspunkten ausgewertet. Die Erkenntnisse sollen den im Luchs- und anderen Prädatorenkonflikten beteiligten Akteuren sowie Wildtiermanagern und behördlichen Entscheidungsträgern im Umgang mit gesellschaftlichen Konflikten um Großprädatoren dienen.

Ansprechpartner: Angela Lüchtrath
Tel: 0761/203-3706
Email: angela.luechtrath@ifp.uni-freiburg.de
Projektlaufzeit:
Projektbeginn: 01.12.2007
Projektende: 31.03.2011
Projektleitung:
Angela Lüchtrath, Prof. Dr. Ulrich Schraml

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Kooperationspartner
FVA Baden-Württemberg, Abt. Wald und Gesellschaft, Arbeitsbereich Wildökologie (Micha Herdtfelder, Dr. Rudi Suchant)
Finanzierung:

  • FVA Baden-Württemberg, Land

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