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Forschungsbericht]

Die Konstruktion des Kleinwaldbesitzers. Untersuchungen zum wissenschaftlichen und politischen Umgang mit einer fremden Waldbesitzart

Projektbeschreibung:
Die Entwicklung, die ländliche Räume derzeit erleben, führt unter anderem dazu, dass sich Zugehörigkeiten zu sozialen Gruppen bzw. sozialen Systemen verändern. Die Soziologie beschreibt diese Veränderungen entlang der Differenz von Inklusion und Exklusion. Exklusion ist ein mehrdimensionales Konstrukt. Der Begriff macht deutlich, dass der Ausschluss einer Person innerhalb einer funktional differenzierten Gesellschaft auf verschiedenen voneinander unabhängigen Dimensionen vollzogen werden kann. Empirische Arbeiten prüfen daher heute die Beteiligung an verschiedenen Prozessen ab, wenn sie Exklusion analysieren. Dazu zählen beispielsweise das Aufrechterhalten von Marktbeziehungen, die Inanspruchnahme von öffentlichen Leistungen, zivilgesellschaftliches Engagement und die Existenz persönlicher Netzwerke. In der Forstwirtschaft stützt sich die Beobachtung von Inklusion bislang vor allem auf das gemeinsame Ziel der Holzproduktion. Exklusion gründet sich darauf, dass Holzproduktion unterbleibt bzw. sogar kritisiert wird. Insofern scheint eine wachsende Gruppe von Waldeigentümern von Exklusion betroffen zu sein. Diese Waldbesitzer wieder zu integrieren gilt als zentrale forstpolitische Aufgabe. Diese Untersuchung analysiert am Beispiel privater Waldbesitzer die Folgen sozialer Differenzierungsprozesse und zeigt die Mechanismen auf, die zu Exklusion führen. Für die Bereiche persönliche Netzwerke, Privatwaldpolitik, Holzmarkt und Privatwaldforschung wird analysiert, in welchem Umfang Waldbesitzer von Exklusion betroffen sind und inwiefern diese Bereiche die Exklusion sogar unterstützen. Die Untersuchung stützt sich vor allem auf empirische Arbeiten, die in den letzten Jahren zum Thema Kleinprivatwald am Institut für Forst- und Umweltpolitik bearbeitet wurden.

Ansprechpartner: PD Dr. U. Schraml
Tel: 0761/203-3721
Email: ulrich.schraml@ifp.uni-freiburg.de
Projektlaufzeit:
Projektbeginn: 01.01.2000
Projektende: 28.02.2006
Projektleitung:
PD Dr. U. Schraml

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

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