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Forschungsbericht]

EU-Integration, Verkehr und Direktinvestitionen

Projektbeschreibung:
Die EU-Integration und die fortschreitende Globalisierung der Wirtschaft im Sinne eines komplexen Prozesses zunehmender länderübergreifender ökonomischer Verflechtungen weist vielseitige Formen auf. Speziell die hiermit einhergehenden gravierenden strukturellen Veränderungen auf den Personen- und Güterverkehrsmärkten und die Wirkungen der im Vergleich zum Export überproportionalen Zunahme der ausländischen Direktinvestitionen auf den regionalen Strukturwandel wie Fragen der Steuerung dieser Entwicklungsprozesse stehen im Vordergrund. Vergrößerte weltweite Absatzmärkte und die Intensivierung des Wettbewerbs zwingen selbst prosperierende Branchen wie die Basler Großchemie sich zur Ausnutzung von Synergieeffekten und Kostenvorteilen durch Fusionen und Allianzen zu „global players“ neu zu formieren sowie zur Steigerung der Arbeitsproduktivität schlanke Fertigungsstrukturen („lean production“) durch Spezialisierung und Ausgliederung nicht zum Kerngeschäft gehörender Geschäftsbereiche mit oftmals schmerzhaftem Beschäftigtenabbau umzusetzen. Die Bildung transnationaler Unternehmen, die zudem auch der Absicherung ausländischer Absatzmärkte dienen, spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Verdichtungsräume mit internationaler Ausstrahlung besitzen im Vergleich zu ländlich-peripheren Räumen eine hohe Standortattraktivität für ausländische Direktinvestitionen und erweisen sich als Gewinner. Die globale Ausweitung der Wirtschaftsprozesse wie auch das zukünftig durch die EU-Integration der mittel- und osteuropäischen Staaten vor allem im Transitverkehr explosiv wachsende Güteraufkommen stellen neue Anforderungen an die EU-Verkehrspolitik im Hinblick auf eine grenzüberschreitende Ausrichtung und Abstimmung ihrer Verkehrsinfrastruktur. Aus- und Neubau der Hauptmagistralen zur Vergrößerung ihrer Frachtkapazitäten, die trimodale Verknüpfung der Verkehrsträger im internationalen Containerverkehr und diskriminierungsfreier Marktzugang zum europäischen Schienennetz sind entscheidende Garanten einer nachhaltigen Bewältigung wachsender Güterverkehrsmengen. Im Personenverkehr beschäftigen sich Untersuchungen mit der generellen Renaissance des Schienenpersonenverkehrs in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz in Zusammenhang mit der Zulassung von Wettbewerbern nach der EG-Liberalisierungsrichtlinie 91/440.

Ansprechpartner: Ernst-Jürgen Schröder
Tel: 0761/203-3559
Email: ej.schroeder@geographie.uni-freiburg.de
Projektlaufzeit:
Projektbeginn: 2019
Projektende: 2022
Projektleitung:
Schröder E.-J.

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Institut für Umweltsozialwissenschaften und Geographie

Schreiberstraße 20
79098 Freiburg i. Br.

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