Research project
[Back to
search results]
 

Genetik der Lissenzephalie: eine neuronale Migrationsstörung.

Description of the project:
- no english description available -

Die Lissenzephalie gilt als eine der schwersten Fehlbildungen des menschlichen Gehirns. Ihre Bezeichnung erhielt sie aufgrund des pathologisch-anatomischen Erscheinungsbilds eines „glatten Gehirns“ („smooth brain“). Die Lissenzephalie ist das Ergebnis einer Migrationsstörung nahezu aller kortikaler Neuronen kurz vor ihrer anatomisch normalen Endposition. Das Ergebnis ist entweder das völlige Fehlen (Agyrie) oder eine Vergröberung (Pachygyrie) der Oberflächenstruktur des Gehirns und ein abnorm dicker Kortex. Neuronale Migrationsstörungen sind klinisch sehr variabel: Das Spektrum reicht von der schweren, klassischen Form der Lissenzephalie, bei der Patienten unter einer globalen Retardierung mit schweren kognitiven Störungen, einer ausgeprägten Muskelhypotonie und einer schwer behandelbaren Epilepsie leiden, bis zur klinisch und pathologisch-anatomisch weniger schwerwiegenden sog. subkortikalen Bandheterotopie, die auch als subkortikale laminare Heterotopie oder „double cortex“ bezeichnet wird. Es besteht eine große genetische Heterogenität, da unterschiedliche Mutationen in mehreren Genen zu einer neuronalen Migrationsstörung führen können. Die Kenntnisse zur Genotyp-Phänotyp-Korrelation sind noch recht begrenzt. In unserer Arbeitsgruppe führen wir Mutationsanalysen in 10 verschiedenen Genen durch, in denen Mutationen zu verschiedenen Formen der Lissenzephalie führen. Die Identifizierung von Mutationen in diesen Genen zielt auf eine genauere Genotyp-Phenotyp-Korrelation ab. Weiter versuchen wir, bei denjenigen Patienten, bei denen wir keine Mutation in einem der bekannten Gene nachweisen können, Mutationen in anderen Genen zu identifizieren, welche eine Rolle bei der Migration von Neuronen spielen. Dies wird unser Verständnis der Gehirnentwicklung erweitern und neue Möglichkeiten der molekulargenetischen Diagnostik in der klinischen Praxis eröffnen.

Additional information: http://humangenetik.uniklinik-freiburg.de
contact person: PD Dr. Deborah Morris-Rosendahl
Phone: +49 (0)761-270 7027
Email: deborah.morris-rosendahl@uniklinik-freiburg.de
Runtime:
Start of project: 2002
End of project: 2013
Project Management:
Albert-Ludwigs-University Freiburg
PD Dr. Deborah Morris-Rosendahl
Institut für Humangenetik

Breisacher Str. 33
79106 Freiburg i. Br.
Germany

Phone: +49 (0)761-270-70510
Fax: +49 (0)761-270-70410
Email: sekretariat.humangenetik@uniklinik-freiburg.de
http://www.uniklinik-freiburg.de/humangenetik
Actual Research Report